Der Matratzen Härtegrad ist wichtig,
sollte aber auch nicht überbewertet werden

Mit dem Matratzen Härtegrad bieten die Hersteller das gleiche Matratzenmodell in verschieden festen Ausführungen an. Verschiedene Menschen unterscheiden sich bekanntermaßen sehr stark hinsichtlich Größe, Gewicht und Körperbau.

Wie Sie sicher wissen, ist das Gewicht in der Bevölkerung ungerecht verteilt. Die Palette reicht einerseits von einer zierlichen, 45 Kilogramm leichten Frau bis hin zum 145 und mehr Kilo wiegenden Hünen.

Zu bedenken gilt es dabei, dass ein 75 Kilo schwerer Mensch vielleicht 1,75 Meter groß sein kann. Aber ebenso gut auch nur 1,55 Meter. Oder satte 1,95 Meter.

Um diesen sehr individuellen Anforderungen gerecht zu werden, werden viele marktübliche Matratzenmodelle in unterschiedlichem Matratzen Härtegrad angeboten.

Die meisten Menschen, die Informationen zum Härtegrad suchen, tun dies, weil sie Angst vor einer Fehlentscheidung haben. Eine falsche Wahl könnte sich ja erst im Laufe der Zeit zeigen. Und dann hätte man womöglich viel Geld in den Sand gesetzt!

Gibt es eigentlich auch Matratzen, die für jeden Menschen den passenden Härtegrad haben?

Wer sich beim Matratzen Härtegrad auf keinen Fall festlegen will, für den gibt es trotzdem Lösungen. Diese machen eine falsche Entscheidung sehr unwahrscheinlich und sind aus langfristiger, gesundheitlicher Sicht nach unserer Einschätzung auch die bestmögliche Wahl.

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Härtegrade bei Matratzen – Ganz schön verwirrend?

Die verschiedenen Festigkeiten der Matratzen werden als so genannte Härtegrade bezeichnet. Härtegrad wird dabei in der Regel mit dem Buchstaben „H“ abgekürzt.

H1 steht z. B. für besonders weich, H2 für weich, H3 für mittel, H4 für fest, H5 für besonders fest.

Eine klassische Härtegradempfehlung könnte etwa lauten:

  • Härtegrad H1 = weich für Menschen bis ca. 60 kg Körpergewicht
  • Härtegrad H2 = mittel für Menschen bis ca. 75-80 kg Körpergewicht
  • Härtegrad H3 = hart für Menschen über 80 kg Körpergewicht

Skizze Härtegradstufen


Diese Angaben sind jedoch selbstverständlich nur als Orientierungshilfe gedacht. Eine 50 Kg leichte Frau, die gerne fest liegt, kann auch Matratzen Härtegrad 3 wählen. Ein 100 Kg schwerer Mann kann auch H2 wählen, wenn er lieber weich liegt.

Zu beachten ist, dass in letzterem Fall natürlich mit einer geringeren Lebensdauer der Matratze zu rechnen ist. Die leichtere Person auf der härteren Ausführung darf sich dementsprechend über eine längere Haltbarkeit ihrer Matratze freuen.

Einheitliche Normen? Fehlanzeige...

Ganz wichtig zu wissen ist, dass diese Härtegradangaben in keiner Weise genormt sind. Es gibt Hersteller, welche nur zwei Matratzen Härtegrade unterscheiden, z. B. H2 und H3. Andere unterscheiden mehr verschiedene Festigkeiten.

Häufig kommen z. B. drei Härtegrade vor, etwa H2, H3 und H4, oder H1, H2 und H3. Das geht hin bis zu fünf Härtestufen von H1 bis H5.

Die Anzahl der Härtestufen ist dabei bei verschiedenen Herstellern nicht einheitlich. Man darf nicht davon ausgehen, dass beispielsweise eine Matratze mit der Härtekennzeichnung H2 von zwei unterschiedlichen Herstellern die gleiche Härte besitzen.

Im Extremfall kann es sogar vorkommen, dass eine mit H2 (weich) gekennzeichnete Matratze vom Hersteller A härter(!) ausfällt, als eine mit H3 (hart) gekennzeichnete Matratze von Hersteller B.

Selbst innerhalb der Produktpalette ein und desselben Herstellers liegen keine zuverlässigen Vergleichsmöglichkeiten vor. Fast jeder Matratzenhersteller fertigt zahlreiche unterschiedliche Matratzenmodelle.

Nehmen wir an, ein Hersteller hat u. a. eine Federkernmatratze „Merkur“, eine Kaltschaummatratze „Venus“ und eine Latexmatratze „Mars“ im Sortiment. Dann kann es durchaus vorkommen, dass das Modell Merkur in H2 fester ausfällt, als das Modell Mars in H1. Oder die Venus in H3 ist weicher als die Merkur in H2.

Licht ins Dunkel – Der Weg aus dem Irrgarten!

Ganz schön verwirrend?

Nicht, wenn man die Härtegradbezeichnungen als das versteht, wofür sie eigentlich gedacht sind. Als Orientierungshilfen, um Festigkeitstendenzen in Richtung weich, oder in Richtung hart, bei dem gleichen Matratzenmodell eines bestimmten Herstellers festzulegen.

Dann probiert ein Interessent z. B. in einem Fachgeschäft verschiedene Matratzen durch Probeliegen aus. Das Modell X in Matratzen Härtegrad 2 vom Hersteller A gefällt ihm recht gut. Er ist sich nur noch etwas unsicher, ob die Festigkeit noch ein bisschen stärker oder schwächer ausgeprägt sein sollte, um ganz perfekt zu liegen.

Nun kann er möglicherweise das gleiche Modell noch in etwas härter, z. B H3, oder in etwas weicher, in Härtegrad 1 austesten.

Und genau dazu sind die Härtegradangaben dann auch wirklich gedacht. Und nur auf diese Weise betrachtet machen sie auch richtig Sinn.

Alles ist relativ - Auch der Härtegrad

Erfahrungsgemäß verfügen Menschen auch über kein absolutes, sondern bestenfalls über ein relatives Gefühl für die Festigkeit einer Matratze.

Wie ist das gemeint?

Nun, nehmen wir an, ein Probeschläfer hat beim Händler A auf einer Matratze in Härtegrad 2 (H2) Probe gelegen. Er weiß aber nicht, welche Festigkeitsstufe es war. Nun geht er zu Händler B und legt sich auf das gleiche Modell in H3, wieder, ohne es zu wissen.

Sie wären überrascht, wie selten ein Proband das überhaupt bemerkte, wenn das Thema unterschiedliche Härtegrade gar nicht zur Sprache gebracht würde. Erst, wenn zwei, oder gar drei verschiedene Festigkeitsstufen nebeneinander zum Probieren bereit liegen, dann geht die Grübelei los, welche denn nun wohl die richtige sei...

Meist eine Entscheidung für lange Zeit – Es geht aber auch anders

Normalerweise ist die Entscheidung für einen bestimmten Matratzen Härtegrad nicht mehr veränderbar.

Aber es gibt sogar Matratzen, bei denen die Festigkeit sogar im Nachhinein noch variabel ist.

Dies ist der Fall z. B. bei so genannten Modulmatratzen, bei denen das Innenleben aus austauschbaren Einzelsegmenten (Modulen) besteht. Diese können bei Bedarf gegebenenfalls ausgetauscht und den persönlichen Bedürfnissen entsprechend eingestellt werden.

Dies ist zwar für eine Einzelanpassung relativ aufwändig, da man jedes Mal den Bezug der Matratze abnehmen muss. Die Vorteile wiegen dies aber um ein Vielfaches auf. Aus unserer Sicht ist eine bestimmte Art von universeller Gesundheitsmatratze, die weiter oben bereits von uns erwähnt wurde, die beste Möglichkeit, eine individuelle und damit optimale Rückenlagerung zu finden.

Es gibt auch die Möglichkeit einer permanenten Härteverstellung. Dies geht z. B. bei so genannten luftgestützten Schlafsystemen.

Dies sind im Prinzip mehr oder weniger hochwertige Kaltschaummatratzen, deren Innenleben durch eine oder mehrere luftgefüllte Kammern gebildet wird. Mit einer Pumpe kann über Ventile nun je nach Bedarf Luft zugefüllt oder abgelassen werden, je nachdem, wie hart oder weich man liegen möchte.

Unterschiedlicher Matratzen Härtegrad – Wie geht das eigentlich?

Wie werden diese Festigkeitsunterschiede technisch eigentlich erreicht?

Hier bedienen sich die Hersteller unterschiedlicher Maßnahmen, welche u. a. auch von der Art der Matratze abhängen.

Bei einer Federkernmatratze können z. B. Federn mit einer unterschiedlich dicken Drahtstärke eingesetzt werden. Eine weichere Ausführung H1 bekommt dann beispielsweise Federn mit einer Drahtstärke von 2,0 mm Durchmesser. Die mittelfeste Ausführung H2 erhält 2,2 mm und die festen Matratzen Härtegrad 3 bekommen 2,4 mm Drahtstärke.

Eine andere Möglichkeit ist, eine festere, oft auch eine zusätzliche Lage besonders festen Polstermaterials auf den Federkern aufzubringen. Dies kann z. B. eine Lage Sisal oder festes Rosshaar oder ähnliches sein. Oder es wird eine Schaumstoffabdeckung mit einem höheren so genannten Raumgewicht auf dem Federkern verwendet.

Bei Schaumstoff-, oder Latexmatratzen werden Festigkeitsunterschiede in der Regel eben durch die gerade genannten unterschiedlichen Raumgewichte erzielt. Das Raumgewicht gibt an, wie viele Kg Schaumstoff oder Latex auf einem Kubikmeter Raum verschäumt wurden. Vereinfacht gesagt, ist das Material umso härter, je mehr pro Kubikmeter davon verwendet wurden.

Daneben gibt es noch diverse andere Möglichkeiten, wie die Hersteller die Härte beeinflussen können. Dies würde im Detail aber hier zu weit führen.

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